Ein Studium stellt junge Menschen vor viele Herausforderungen – finanziell, zeitlich und organisatorisch. Mit Kind potenzieren sich diese Anforderungen, denn neben Vorlesungen und Prüfungen gilt es, Betreuungszeiten zu koordinieren und den Lebensunterhalt für eine kleine Familie zu sichern. Die doppelte Belastung von Studium und Elternschaft kann ohne gezielte Unterstützung schnell zur Überforderung führen, weshalb finanzielle Hilfen eine entscheidende Rolle spielen.
In Deutschland existiert glücklicherweise ein vielschichtiges Unterstützungssystem für studierende Eltern, das von staatlichen Leistungen wie BAföG mit Kinderbetreuungszuschlag über Elterngeld und Kindergeld bis hin zu speziellen Hochschulprogrammen reicht. Diese Förderungen können den finanziellen Druck erheblich mindern und ermöglichen es jungen Eltern, ihr Studium erfolgreich fortzusetzen. Besonders wichtig ist jedoch, frühzeitig die verschiedenen Optionen zu kennen und zu beantragen, da Bearbeitungszeiten oft mehrere Wochen in Anspruch nehmen können.
Studierende mit Kind haben 2026 Anspruch auf einen BAföG-Kinderbetreuungszuschlag von 160 Euro pro Kind (ohne Rückzahlungspflicht).
Neben den üblichen Leistungen können spezielle Härtefallanträge gestellt werden, die Verlängerungen der Regelstudienzeit und zusätzliche finanzielle Unterstützung ermöglichen.
Die meisten Hochschulen bieten Beratungsstellen für studierende Eltern an, die bei der Navigation durch Fördermöglichkeiten und Antragsverfahren unterstützen.
Die Herausforderungen der Doppelbelastung Studium und Elternschaft
Studierende Eltern jonglieren täglich zwischen Vorlesungen, Prüfungsvorbereitung und den Bedürfnissen ihrer Kinder, was eine enorme mentale und zeitliche Belastung darstellt. Der Versuch, sowohl im Studium erfolgreich zu sein als auch den familiären Verpflichtungen gerecht zu werden, führt häufig zu Überforderung und Problemen im häuslichen Umfeld, die zusätzlichen Stress verursachen. Ohne ein funktionierendes Unterstützungsnetzwerk und finanzielle Absicherung verlängert sich die Studiendauer oft erheblich, was wiederum ökonomische Konsequenzen nach sich zieht. Die Vereinbarkeit von Studium und Elternschaft erfordert daher nicht nur persönliche Organisationsfähigkeit, sondern auch strukturelle Rahmenbedingungen, die es Eltern ermöglichen, ihr Studium erfolgreich abzuschließen.
Staatliche Förderungen für studierende Eltern
Für studierende Eltern bietet der Staat verschiedene Förderprogramme, die gezielt auf ihre besondere Lebenssituation zugeschnitten sind. Neben dem regulären BAföG können Studierende mit Kind seit 2026 einen Kinderbetreuungszuschlag von monatlich bis zu 200 Euro pro Kind erhalten, ohne diesen später zurückzahlen zu müssen. Ein wichtiger Schritt vor der Antragstellung ist es, den individuellen Anspruch mit einem BaföG berechnen Tool vorab zu prüfen, um die finanziellen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen. Zusätzlich können studierende Eltern Wohngeld, Kinderzuschlag und unter bestimmten Voraussetzungen auch Leistungen nach dem SGB II (Bürgergeld) beantragen, die sich nicht auf die BAföG-Zahlungen auswirken. Besonders Alleinerziehende profitieren vom Mehrbedarf, der ihnen im Rahmen staatlicher Unterstützungsleistungen zusteht und ihre finanzielle Situation während des Studiums spürbar verbessern kann.
Stipendien und Förderprogramme speziell für Studierende mit Kind

Studierende mit Kind können auf spezielle Stipendien und Förderprogramme zurückgreifen, die ihre besondere Lebenssituation berücksichtigen und finanzielle Erleichterung bieten. Zahlreiche Stiftungen, darunter die Heinrich-Böll-Stiftung oder die Hans-Böckler-Stiftung, haben Förderprogramme entwickelt, die explizit auf die Bedürfnisse von studierenden Eltern ausgerichtet sind und neben finanzieller Unterstützung oft auch Netzwerkmöglichkeiten bieten. Das Deutschlandstipendium berücksichtigt bei der Vergabe ebenfalls soziale Faktoren wie Kindererziehung und kann somit eine gute Option sein, um die finanzielle Situation zu verbessern und gleichzeitig gesunde Gewohnheiten für die Familie zu entwickeln. Auch auf regionaler Ebene gibt es häufig spezifische Förderungen durch Hochschulen oder lokale Initiativen, weshalb es sich lohnt, bei der Studienberatung oder dem Familienservice der eigenen Universität nach entsprechenden Angeboten zu fragen.
Flexible Jobmöglichkeiten neben Studium und Kinderbetreuung
Die Vereinbarkeit von Studium, Kind und Erwerbstätigkeit erfordert flexible Arbeitsmodelle, die sich an den individuellen Stundenplan und die Betreuungszeiten anpassen lassen. Viele Hochschulen bieten mittlerweile studentische Hilfskraftjobs mit familienfreundlichen Arbeitszeiten an, die zudem fachlich relevant sein können und den Lebenslauf bereichern. Online-Tätigkeiten wie Textarbeit, Programmierung oder virtuelle Assistenz haben sich besonders seit 2023 als zeitsouveräne Alternativen etabliert, die von zuhause aus erledigt werden können. Einige Arbeitgeber bieten im Rahmen ihrer Diversity-Programme für 2026 sogar spezielle Teilzeitstellen für studierende Eltern an, die neben einem regelmäßigen Einkommen auch wertvolle Berufserfahrung vermitteln.
- Studentische Hilfskraftjobs mit familienfreundlichen Arbeitszeiten
- Ortsunabhängige Online-Tätigkeiten für maximale Flexibilität
- Spezielle Teilzeitangebote für studierende Eltern
- Kombinationsmöglichkeit von fachlichem Mehrwert und Einkommenssicherung
Finanzielle Planung und Budgetierung im Familienalltag
Eine solide finanzielle Planung ist für Studierende mit Kind unerlässlich, um sowohl Studium als auch Familienalltag erfolgreich zu meistern. Mit einem klar strukturierten Haushaltsbudget behalten Eltern den Überblick über regelmäßige Einnahmen wie BAföG, Kindergeld und Unterhalt sowie die monatlichen Ausgaben für Miete, Lebensmittel und Kinderbetreuung. Besonders hilfreich sind dabei digitale Budgetierungstools und Apps, die speziell auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten sind und eine einfache Kategorisierung von Ausgaben ermöglichen. Es empfiehlt sich, einen Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben wie Reparaturen oder zusätzliche Studienmaterialien anzulegen – Experten raten zu einem Puffer von mindestens drei Monatsausgaben. Regelmäßige Finanzgespräche innerhalb der Familie fördern nicht nur die Transparenz, sondern helfen auch dabei, gemeinsame finanzielle Ziele zu setzen und Kinder altersgerecht an den verantwortungsvollen Umgang mit Geld heranzuführen.
Budgetplanung für Studierende mit Kind: Erstellen Sie eine Übersicht aller monatlichen Einnahmen (BAföG, Kindergeld, Unterhalt) und Ausgaben (Miete, Lebensmittel, Betreuungskosten), um finanzielle Engpässe frühzeitig zu erkennen.
Finanzielle Reserven: Legen Sie idealerweise einen Notfallfonds in Höhe von drei Monatsausgaben an, um unvorhergesehene Belastungen abfedern zu können.
Kostenloses Budgetierungstool: Die App „Mein Studentenbudget“ der Sparkassen bietet spezielle Funktionen für studierende Eltern und ermöglicht die übersichtliche Verwaltung von Familienfinanzen.
Netzwerke und Beratungsstellen für studierende Eltern
Studierende Eltern profitieren erheblich von spezialisierten Netzwerken und Beratungsstellen, die nicht nur finanzielle Beratung, sondern auch praktische Alltagshilfen anbieten. An vielen Hochschulen existieren Familienservicebüros, die bei Anträgen für finanzielle Unterstützung helfen und den Umgang mit Stressfaktoren im Familienleben erleichtern können. Der Austausch mit anderen studierenden Eltern in Selbsthilfegruppen oder digitalen Netzwerken stellt eine wertvolle Ressource dar, um Erfahrungen zur Finanzierung des Studiums mit Kind zu teilen und gemeinsame Lösungen zu finden.
Häufige Fragen zu Studieren mit Kind
Welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für studierende Eltern?
Studierende Eltern können verschiedene finanzielle Hilfen kombinieren. Neben dem BAföG mit Kinderbetreuungszuschlag stehen Kindergeld, Kinderzuschlag und Elterngeld zur Verfügung. Auch das Wohngeld oder Kindesunterhalt sind mögliche Einnahmequellen. Viele Hochschulen bieten zusätzlich spezielle Notfallhilfen oder Fördermittel für studentische Familien an. Der Kinderzuschuss vom Studierendenwerk kann ebenfalls beantragt werden. Wichtig ist eine frühzeitige Beratung bei der Sozialberatung der Hochschule oder dem Studierendenwerk, da die Kombination der Unterstützungsleistungen individuell unterschiedlich ausfällt und teilweise gegenseitige Anrechnungen erfolgen können.
Wie lässt sich ein Studium zeitlich mit Kinderbetreuung vereinbaren?
Die Vereinbarkeit von Studium und Kinderbetreuung erfordert strategische Semesterplanung und flexible Lernmodelle. Viele Hochschulen ermöglichen ein Teilzeitstudium, bei dem die Regelstudienzeit verlängert wird, aber die Belastung pro Semester sinkt. Digitale Lehrformate und Aufzeichnungen bieten zeitliche Flexibilität. An vielen Campus existieren universitätseigene Kinderbetreuungseinrichtungen mit angepassten Öffnungszeiten. Wichtig ist auch das Bilden von Lerngruppen mit anderen Eltern zum gegenseitigen Austausch von Notizen und zur Organisation von Kinderbetreuung. Studienberatungen für Studierende mit Familienpflichten können bei der individuellen Stundenplangestaltung unterstützen und über familienfreundliche Prüfungsregelungen informieren.
Welche Rechte haben studierende Eltern bei Prüfungen und Fristen?
Studierende mit Kind genießen besondere Schutzrechte im Hochschulalltag. Durch die Regelungen des Mutterschutzgesetzes sind Schwangere und stillende Mütter von bestimmten Prüfungs- und Anwesenheitspflichten befreit. Bei Krankheit des Kindes besteht häufig die Möglichkeit, Abgabefristen zu verlängern oder Prüfungen zu verschieben. Die meisten Hochschulen räumen Eltern Priorität bei der Seminarplatzvergabe ein und bieten Nachteilsausgleiche wie alternative Prüfungsformen oder zusätzliche Bearbeitungszeit. Während der Elternzeit kann ein Urlaubssemester beantragt werden, das nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet wird. Familienbeauftragte der Hochschulen beraten zu den individuellen Ansprüchen und unterstützen bei Härtefallanträgen.
Wie finde ich eine passende Kinderbetreuung während des Studiums?
Bei der Suche nach Betreuungsmöglichkeiten sollten zuerst die hochschuleigenen Angebote geprüft werden. Viele Universitäten betreiben eigene Kitas mit flexiblen Betreuungszeiten, die auf Vorlesungspläne abgestimmt sind. Daneben existieren oft studentisch organisierte Eltern-Kind-Initiativen mit gegenseitiger Unterstützung. Das örtliche Jugendamt informiert über kommunale Krippen, Kindergärten und Tagespflegepersonen. Für kurzfristige Betreuungsengpässe bieten einige Hochschulen Notfallbetreuungen an. Auch Babysitterbörsen des Studierendenwerks können hilfreich sein. Der frühzeitige Beginn der Betreuungssuche ist entscheidend, da besonders in Universitätsstädten die Wartelisten lang sein können. Eine Kombination verschiedener Betreuungsformen schafft oft die nötige Flexibilität.
Wie kann ich mein Studium mit Kind finanzieren, wenn das BAföG nicht ausreicht?
Bei unzureichender BAföG-Förderung können studierende Eltern zusätzliche Finanzierungsquellen erschließen. Der Bildungskredit der KfW bietet eine zinsgünstige Möglichkeit zur Überbrückung finanzieller Engpässe. Zahlreiche Stiftungen haben spezielle Stipendienprogramme für Studierende mit Familienverantwortung eingerichtet. Über die Sozialleistungen wie Wohngeld, Kinderzuschlag oder gegebenenfalls Grundsicherung lässt sich das Budget aufstocken. Einige Hochschulen verfügen über eigene Härtefonds für studierende Eltern. Nebenjobs in familienfreundlichen Unternehmen oder mit Heimarbeitsmöglichkeiten bieten zusätzliches Einkommen bei zeitlicher Flexibilität. Die Beratungsstellen der Studierendenwerke helfen bei der Erstellung eines individuellen Finanzierungsplans und klären über mögliche Leistungskombinationen auf.
Welche familienfreundlichen Einrichtungen sollte eine gute Hochschule bieten?
Eine familienfreundliche Hochschule zeichnet sich durch vielfältige Unterstützungsangebote aus. Essentiell sind Still- und Wickelräume in allen Gebäuden sowie Eltern-Kind-Bereiche mit Spielecken in Bibliotheken. Ein Campus-Kindergarten mit flexiblen Öffnungszeiten und Ferienbetreuung erleichtert die Vereinbarkeit erheblich. Wertvolle Infrastruktur umfasst Kinderhochstühle in Mensen, Mikrowellen zum Erwärmen von Babynahrung und familiengerechte Wohnheimplätze. Eine zentrale Anlaufstelle für Familienfragen koordiniert alle Angebote und berät individuell. Priorisierte Seminarplatzvergabe und spezielle E-Learning-Angebote für Eltern schaffen zeitliche Flexibilität. Familienfreundliche Hochschulen verfügen zudem über Notfallbetreuungsangebote und führen regelmäßige Vernetzungsveranstaltungen für studierende Eltern durch.
Ein Studium stellt junge Menschen vor viele Herausforderungen – finanziell, zeitlich und organisatorisch. Mit Kind potenzieren sich diese Anforderungen, denn neben Vorlesungen und Prüfungen gilt es, Betreuungszeiten zu koordinieren und den Lebensunterhalt für eine kleine Familie zu sichern. Die doppelte Belastung von Studium und Elternschaft kann ohne gezielte Unterstützung schnell zur Überforderung führen, weshalb finanzielle Hilfen eine entscheidende Rolle spielen.
In Deutschland existiert glücklicherweise ein vielschichtiges Unterstützungssystem für studierende Eltern, das von staatlichen Leistungen wie BAföG mit Kinderbetreuungszuschlag über Elterngeld und Kindergeld bis hin zu speziellen Hochschulprogrammen reicht. Diese Förderungen können den finanziellen Druck erheblich mindern und ermöglichen es jungen Eltern, ihr Studium erfolgreich fortzusetzen. Besonders wichtig ist jedoch, frühzeitig die verschiedenen Optionen zu kennen und zu beantragen, da Bearbeitungszeiten oft mehrere Wochen in Anspruch nehmen können.
Studierende mit Kind haben 2026 Anspruch auf einen BAföG-Kinderbetreuungszuschlag von 160 Euro pro Kind (ohne Rückzahlungspflicht).
Neben den üblichen Leistungen können spezielle Härtefallanträge gestellt werden, die Verlängerungen der Regelstudienzeit und zusätzliche finanzielle Unterstützung ermöglichen.
Die meisten Hochschulen bieten Beratungsstellen für studierende Eltern an, die bei der Navigation durch Fördermöglichkeiten und Antragsverfahren unterstützen.
Die Herausforderungen der Doppelbelastung Studium und Elternschaft
Studierende Eltern jonglieren täglich zwischen Vorlesungen, Prüfungsvorbereitung und den Bedürfnissen ihrer Kinder, was eine enorme mentale und zeitliche Belastung darstellt. Der Versuch, sowohl im Studium erfolgreich zu sein als auch den familiären Verpflichtungen gerecht zu werden, führt häufig zu Überforderung und Problemen im häuslichen Umfeld, die zusätzlichen Stress verursachen. Ohne ein funktionierendes Unterstützungsnetzwerk und finanzielle Absicherung verlängert sich die Studiendauer oft erheblich, was wiederum ökonomische Konsequenzen nach sich zieht. Die Vereinbarkeit von Studium und Elternschaft erfordert daher nicht nur persönliche Organisationsfähigkeit, sondern auch strukturelle Rahmenbedingungen, die es Eltern ermöglichen, ihr Studium erfolgreich abzuschließen.
Staatliche Förderungen für studierende Eltern
Für studierende Eltern bietet der Staat verschiedene Förderprogramme, die gezielt auf ihre besondere Lebenssituation zugeschnitten sind. Neben dem regulären BAföG können Studierende mit Kind seit 2026 einen Kinderbetreuungszuschlag von monatlich bis zu 200 Euro pro Kind erhalten, ohne diesen später zurückzahlen zu müssen. Ein wichtiger Schritt vor der Antragstellung ist es, den individuellen Anspruch mit einem BaföG berechnen Tool vorab zu prüfen, um die finanziellen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen. Zusätzlich können studierende Eltern Wohngeld, Kinderzuschlag und unter bestimmten Voraussetzungen auch Leistungen nach dem SGB II (Bürgergeld) beantragen, die sich nicht auf die BAföG-Zahlungen auswirken. Besonders Alleinerziehende profitieren vom Mehrbedarf, der ihnen im Rahmen staatlicher Unterstützungsleistungen zusteht und ihre finanzielle Situation während des Studiums spürbar verbessern kann.
Stipendien und Förderprogramme speziell für Studierende mit Kind

Studierende mit Kind können auf spezielle Stipendien und Förderprogramme zurückgreifen, die ihre besondere Lebenssituation berücksichtigen und finanzielle Erleichterung bieten. Zahlreiche Stiftungen, darunter die Heinrich-Böll-Stiftung oder die Hans-Böckler-Stiftung, haben Förderprogramme entwickelt, die explizit auf die Bedürfnisse von studierenden Eltern ausgerichtet sind und neben finanzieller Unterstützung oft auch Netzwerkmöglichkeiten bieten. Das Deutschlandstipendium berücksichtigt bei der Vergabe ebenfalls soziale Faktoren wie Kindererziehung und kann somit eine gute Option sein, um die finanzielle Situation zu verbessern und gleichzeitig gesunde Gewohnheiten für die Familie zu entwickeln. Auch auf regionaler Ebene gibt es häufig spezifische Förderungen durch Hochschulen oder lokale Initiativen, weshalb es sich lohnt, bei der Studienberatung oder dem Familienservice der eigenen Universität nach entsprechenden Angeboten zu fragen.
Flexible Jobmöglichkeiten neben Studium und Kinderbetreuung
Die Vereinbarkeit von Studium, Kind und Erwerbstätigkeit erfordert flexible Arbeitsmodelle, die sich an den individuellen Stundenplan und die Betreuungszeiten anpassen lassen. Viele Hochschulen bieten mittlerweile studentische Hilfskraftjobs mit familienfreundlichen Arbeitszeiten an, die zudem fachlich relevant sein können und den Lebenslauf bereichern. Online-Tätigkeiten wie Textarbeit, Programmierung oder virtuelle Assistenz haben sich besonders seit 2023 als zeitsouveräne Alternativen etabliert, die von zuhause aus erledigt werden können. Einige Arbeitgeber bieten im Rahmen ihrer Diversity-Programme für 2026 sogar spezielle Teilzeitstellen für studierende Eltern an, die neben einem regelmäßigen Einkommen auch wertvolle Berufserfahrung vermitteln.
- Studentische Hilfskraftjobs mit familienfreundlichen Arbeitszeiten
- Ortsunabhängige Online-Tätigkeiten für maximale Flexibilität
- Spezielle Teilzeitangebote für studierende Eltern
- Kombinationsmöglichkeit von fachlichem Mehrwert und Einkommenssicherung
Finanzielle Planung und Budgetierung im Familienalltag
Eine solide finanzielle Planung ist für Studierende mit Kind unerlässlich, um sowohl Studium als auch Familienalltag erfolgreich zu meistern. Mit einem klar strukturierten Haushaltsbudget behalten Eltern den Überblick über regelmäßige Einnahmen wie BAföG, Kindergeld und Unterhalt sowie die monatlichen Ausgaben für Miete, Lebensmittel und Kinderbetreuung. Besonders hilfreich sind dabei digitale Budgetierungstools und Apps, die speziell auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten sind und eine einfache Kategorisierung von Ausgaben ermöglichen. Es empfiehlt sich, einen Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben wie Reparaturen oder zusätzliche Studienmaterialien anzulegen – Experten raten zu einem Puffer von mindestens drei Monatsausgaben. Regelmäßige Finanzgespräche innerhalb der Familie fördern nicht nur die Transparenz, sondern helfen auch dabei, gemeinsame finanzielle Ziele zu setzen und Kinder altersgerecht an den verantwortungsvollen Umgang mit Geld heranzuführen.
Budgetplanung für Studierende mit Kind: Erstellen Sie eine Übersicht aller monatlichen Einnahmen (BAföG, Kindergeld, Unterhalt) und Ausgaben (Miete, Lebensmittel, Betreuungskosten), um finanzielle Engpässe frühzeitig zu erkennen.
Finanzielle Reserven: Legen Sie idealerweise einen Notfallfonds in Höhe von drei Monatsausgaben an, um unvorhergesehene Belastungen abfedern zu können.
Kostenloses Budgetierungstool: Die App „Mein Studentenbudget“ der Sparkassen bietet spezielle Funktionen für studierende Eltern und ermöglicht die übersichtliche Verwaltung von Familienfinanzen.
Netzwerke und Beratungsstellen für studierende Eltern
Studierende Eltern profitieren erheblich von spezialisierten Netzwerken und Beratungsstellen, die nicht nur finanzielle Beratung, sondern auch praktische Alltagshilfen anbieten. An vielen Hochschulen existieren Familienservicebüros, die bei Anträgen für finanzielle Unterstützung helfen und den Umgang mit Stressfaktoren im Familienleben erleichtern können. Der Austausch mit anderen studierenden Eltern in Selbsthilfegruppen oder digitalen Netzwerken stellt eine wertvolle Ressource dar, um Erfahrungen zur Finanzierung des Studiums mit Kind zu teilen und gemeinsame Lösungen zu finden.
Häufige Fragen zu Studieren mit Kind
Welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für studierende Eltern?
Studierende Eltern können verschiedene finanzielle Hilfen kombinieren. Neben dem BAföG mit Kinderbetreuungszuschlag stehen Kindergeld, Kinderzuschlag und Elterngeld zur Verfügung. Auch das Wohngeld oder Kindesunterhalt sind mögliche Einnahmequellen. Viele Hochschulen bieten zusätzlich spezielle Notfallhilfen oder Fördermittel für studentische Familien an. Der Kinderzuschuss vom Studierendenwerk kann ebenfalls beantragt werden. Wichtig ist eine frühzeitige Beratung bei der Sozialberatung der Hochschule oder dem Studierendenwerk, da die Kombination der Unterstützungsleistungen individuell unterschiedlich ausfällt und teilweise gegenseitige Anrechnungen erfolgen können.
Wie lässt sich ein Studium zeitlich mit Kinderbetreuung vereinbaren?
Die Vereinbarkeit von Studium und Kinderbetreuung erfordert strategische Semesterplanung und flexible Lernmodelle. Viele Hochschulen ermöglichen ein Teilzeitstudium, bei dem die Regelstudienzeit verlängert wird, aber die Belastung pro Semester sinkt. Digitale Lehrformate und Aufzeichnungen bieten zeitliche Flexibilität. An vielen Campus existieren universitätseigene Kinderbetreuungseinrichtungen mit angepassten Öffnungszeiten. Wichtig ist auch das Bilden von Lerngruppen mit anderen Eltern zum gegenseitigen Austausch von Notizen und zur Organisation von Kinderbetreuung. Studienberatungen für Studierende mit Familienpflichten können bei der individuellen Stundenplangestaltung unterstützen und über familienfreundliche Prüfungsregelungen informieren.
Welche Rechte haben studierende Eltern bei Prüfungen und Fristen?
Studierende mit Kind genießen besondere Schutzrechte im Hochschulalltag. Durch die Regelungen des Mutterschutzgesetzes sind Schwangere und stillende Mütter von bestimmten Prüfungs- und Anwesenheitspflichten befreit. Bei Krankheit des Kindes besteht häufig die Möglichkeit, Abgabefristen zu verlängern oder Prüfungen zu verschieben. Die meisten Hochschulen räumen Eltern Priorität bei der Seminarplatzvergabe ein und bieten Nachteilsausgleiche wie alternative Prüfungsformen oder zusätzliche Bearbeitungszeit. Während der Elternzeit kann ein Urlaubssemester beantragt werden, das nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet wird. Familienbeauftragte der Hochschulen beraten zu den individuellen Ansprüchen und unterstützen bei Härtefallanträgen.
Wie finde ich eine passende Kinderbetreuung während des Studiums?
Bei der Suche nach Betreuungsmöglichkeiten sollten zuerst die hochschuleigenen Angebote geprüft werden. Viele Universitäten betreiben eigene Kitas mit flexiblen Betreuungszeiten, die auf Vorlesungspläne abgestimmt sind. Daneben existieren oft studentisch organisierte Eltern-Kind-Initiativen mit gegenseitiger Unterstützung. Das örtliche Jugendamt informiert über kommunale Krippen, Kindergärten und Tagespflegepersonen. Für kurzfristige Betreuungsengpässe bieten einige Hochschulen Notfallbetreuungen an. Auch Babysitterbörsen des Studierendenwerks können hilfreich sein. Der frühzeitige Beginn der Betreuungssuche ist entscheidend, da besonders in Universitätsstädten die Wartelisten lang sein können. Eine Kombination verschiedener Betreuungsformen schafft oft die nötige Flexibilität.
Wie kann ich mein Studium mit Kind finanzieren, wenn das BAföG nicht ausreicht?
Bei unzureichender BAföG-Förderung können studierende Eltern zusätzliche Finanzierungsquellen erschließen. Der Bildungskredit der KfW bietet eine zinsgünstige Möglichkeit zur Überbrückung finanzieller Engpässe. Zahlreiche Stiftungen haben spezielle Stipendienprogramme für Studierende mit Familienverantwortung eingerichtet. Über die Sozialleistungen wie Wohngeld, Kinderzuschlag oder gegebenenfalls Grundsicherung lässt sich das Budget aufstocken. Einige Hochschulen verfügen über eigene Härtefonds für studierende Eltern. Nebenjobs in familienfreundlichen Unternehmen oder mit Heimarbeitsmöglichkeiten bieten zusätzliches Einkommen bei zeitlicher Flexibilität. Die Beratungsstellen der Studierendenwerke helfen bei der Erstellung eines individuellen Finanzierungsplans und klären über mögliche Leistungskombinationen auf.
Welche familienfreundlichen Einrichtungen sollte eine gute Hochschule bieten?
Eine familienfreundliche Hochschule zeichnet sich durch vielfältige Unterstützungsangebote aus. Essentiell sind Still- und Wickelräume in allen Gebäuden sowie Eltern-Kind-Bereiche mit Spielecken in Bibliotheken. Ein Campus-Kindergarten mit flexiblen Öffnungszeiten und Ferienbetreuung erleichtert die Vereinbarkeit erheblich. Wertvolle Infrastruktur umfasst Kinderhochstühle in Mensen, Mikrowellen zum Erwärmen von Babynahrung und familiengerechte Wohnheimplätze. Eine zentrale Anlaufstelle für Familienfragen koordiniert alle Angebote und berät individuell. Priorisierte Seminarplatzvergabe und spezielle E-Learning-Angebote für Eltern schaffen zeitliche Flexibilität. Familienfreundliche Hochschulen verfügen zudem über Notfallbetreuungsangebote und führen regelmäßige Vernetzungsveranstaltungen für studierende Eltern durch.











